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Warum wir "Bezahlen" entkomplizieren wollen

Menschen neigen dazu, Dinge kompliziert zu machen. Aber manchmal ist die einfachste Lösung die beste und deshalb wollen wir Bezahlen entkomplizieren.

von Maik Klotz, 07.04.2022
3 Min
Konsument:innen wollen einkaufen, nicht bezahlen

In meiner Kindheit gab es bei uns im Dorf einen kleinen Tante-Emma-Laden. Jede:r kannte jede:n, was dazu führte, dass Einkäufe nicht selten angeschrieben wurden. Der Ladenbesitzer schrieb in ein kleines Büchlein den Namen und den Warenwert und Ende des Monats wurde die Rechnung beglichen. Sozusagen das BNPL (Buy Now Pay Later) der Prä-Internet-Ära. Heute gehört BNPL zu einem wichtigen Treiber im Zahlungsverkehr. Wer hätte gedacht, dass „anschreiben“ mal als Innovation gefeiert wird.

Payment, ein Luxusproblem

Musste man vor 25 Jahren daran denken, sich bei der Bank vor Ort oder am Geldautomaten um die Ecke mit Bargeld einzudecken, haben Konsument:innen heute ein Luxus-Problem: es gibt nicht diese eine Möglichkeit, Instore oder im E-Commerce zu bezahlen, sondern Viele. Neben der Barzahlung können Konsument:innen mit der Girocard, Mastercard, Visa, Amex, Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay, Payback Pay und manchmal sogar mit einer eigenen Händler-App bezahlen. Fasst man das etwas zusammen bleibt immer noch Girocard und Kredit (oder Debit) Karte, App-basierende Bezahlverfahren wie Payback Pay oder Bezahlen über dedizierte Händler-Apps und mobile Payment via Google, Apple und Samsung Pay. Kurzum, es mangelt nicht an Möglichkeiten. “Viel hilft viel” ist aber in den meisten Fällen ein Irrtum und gut gemeint ist leider auch nicht immer gut umgesetzt. Das Problem, welches alle diese Verfahren mehr oder weniger innehaben, ist der Faktor Mensch. Menschen möchten einkaufen, aber nicht bezahlen. Damit ist nicht gemeint, dass Menschen kein Geld ausgeben wollen, sie haben aber keine Lust sich Gedanken zu machen wie denn bezahlt werden soll. Der eigentliche Bezahlvorgang ist im besten Fall ein völlig neutraler Vorgang, im schlimmsten Fall ärgert man sich, weil es so lange dauert oder es technische Hürden gibt. 

Komplizierter geht nicht? Geht doch!

Während Girocard und Kreditkarte sowohl kontaktlos funktionieren, kann man beide Karten auch über die Chip & Pin-Funktion ins Terminal stecken. Je nach Einstellung ist dann beim kontaktlosen Zahlvorgang die Pin ab einem Betrag von 50 Euro erforderlich, bei Chip & Pin sofort. Manchmal braucht es auch eine Unterschrift. App-basierende Bezahlverfahren funktionieren grundsätzlich anders. Entweder wird ein QR-Code oder Barcode erzeugt, der von der Kasse gelesen wird oder umgekehrt. So oder so muss man die App starten, sich einloggen und manuell den Bezahlvorgang starten. Mobile Payment via Google und Apple Pay funktioniert wieder anders, da reicht es aus, das Smartphone ans Terminal zu halten und zu entsperren. Der Bezahlvorgang ist dann im Grunde biometrisch und eine PIN-Eingabe am Terminal nicht erforderlich, da ja die Authentifizierung am Smartphone erfolgt ist. Da wundert es nicht, wenn der oder ein oder andere:r Konsument:in das alles überfordert. 

Paymenttools: Komplexität Eliminieren

Zugegebenermaßen sehen wir keine verzweifelten Konsument:innen, welche vor Angst nicht zu wissen, wie sie bezahlen sollen, in Embryonalstellung hinter der Kasse liegen. Und die beschriebene Komplexität beim Bezahlen erfordert kein Studium in Raketenwissenschaft. Nerven, das wissen wir aus qualitativen User-Research, tut es trotzdem und das ist für uns Antrieb genug sich der Sache anzunehmen.

Wir von Paymenttools sind überzeugt, dass der eigentliche Bezahlvorgang, ob nun Instore oder im E-Commerce, ein Hygienefaktor ist und so unsichtbar wie möglich sein sollte. Unsere Mission ist es, den Zahlungsverkehr zu vereinfachen und am Ende die Komplexität zu eliminieren -  für Konsument:innen und unsere Händler. Das schaffen wir, in dem wir mit unseren Händlern den für die Konsument:innen optimalen Zahlungsmittelmix anbieten und für eine reibungslose Abwicklung aller Transaktionen sorgen. Auch wenn es noch Zukunftsmusik ist, wir möchten Payment noch unsichtbarer, noch reibungsloser und noch unauffälliger gestalten, um damit den Konsument:innen und Kund:innen unserer Händler ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten. Wie damals im Tante-Emma-Laden. Damit nicht genug, konzentrieren wir uns darauf, wie wir Händlern Services bieten können, damit sie ihr Business voranbringen können. Wir, das ist das Team von Paymenttools. #wesolvepayn

Maik Klotz ist Berater, Sprecher und Autor zu den Themen Banking, Payment, Digital Identity, E-Commerce und Retail. Er wurde von der Süddeutschen Zeitung in der Serie „Impulsgeber“ der Branche porträtiert und moderiert und spricht auf vielen Branchen-Events. Maik ist Co-Founder von Payment & Banking und ist bei Paymenttools für den Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation verantwortlich.

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